
Hamburg ist Deutschlands Tor zur Welt und der bedeutendste Hafenstandort für Gefahrgut im Norden. Ein großer Kupferrecycler am Hamburger Hafen, eine große Raffinerie in Harburg und der Chemiepark an der Süderelbe erzeugen ein enormes Transportvolumen für chemische und petrochemische Erzeugnisse. Über die A1, A7 und A24 ist Hamburg an alle norddeutschen Wirtschaftsräume angebunden. Der Hamburger Hafen ist zudem Europas drittgrößter Containerhafen mit eigenem Gefahrgutterminal.
Der Hamburger Hafen ist mit über 130 Millionen Tonnen Jahresumschlag einer der wichtigsten Gefahrgutumschlagplätze Europas. Ein bedeutendes Metallverarbeitungsunternehmen als weltgrößter Kupferrecycler verarbeitet und versendet Schwefelsäure, Kupfersulfat und weitere chemische Nebenprodukte. Die große Raffinerie in Hamburg-Harburg mit einer Kapazität von über 300.000 Barrel pro Tag erzeugt Kraft- und Schmierstoffe, die per ADR-Transport weiterverteilt werden. Am Chemiepark Süderelbe sind weitere Chemieunternehmen angesiedelt, die regelmäßig Gefahrgut versenden.
Hamburg liegt am Schnittpunkt der Autobahnen A1 (Richtung Bremen/Ruhrgebiet), A7 (Richtung Hannover/Süden) und A24 (Richtung Berlin). Der Elbtunnel (A7) und die Köhlbrandbrücke ermöglichen schnelle Hafenanbindungen. Für Gefahrguttransporte bietet Hamburg ideale Voraussetzungen, da Hafen, Raffinerie und Chemieparks innerhalb weniger Kilometer liegen und eine konsolidierte Routenplanung ermöglichen.
Gefahrgut Express ist in Hamburg mit eigenen ADR-Fahrzeugen und geschultem Gefahrgutpersonal präsentiert. Wir bedienen tägliche Routen zwischen dem Hamburger Hafen und den Chemieparks in Brunsbüttel, Stade und Marl. In Zusammenarbeit mit unserem Logisticoo-Partner logisticoo.com koordinieren wir multimodale Gefahrgutlösungen, und für Messe- und Eventlogistik im Hamburger Raum steht unser Schwesterunternehmen fairevent-logistics.com bereit.
Drei Quellen prägen Hamburgs ADR-Aufkommen: eine große Kupferhütte auf der Peute mit täglichen Schwefelsäure-Mengen aus der Kupferproduktion, eine Erdölraffinerie in Harburg mit Kraft- und Schmierstoffen sowie der Seehafen als Schnittstelle zwischen ADR und IMDG. Dazu kommen Chemiedistributeure und Tanklager entlang der Süderelbe.
Der Elbtunnel (A7) unterliegt ADR-Tunnelbeschränkungen – kennzeichnungspflichtige Transporte weichen je nach Klasse über die Elbbrücken aus, was wir in der Routenplanung von Anfang an berücksichtigen. Die Containerterminals sind ISPS-pflichtig: Zufahrt nur mit Voranmeldung, gültigem Ausweis und vollständiger Gefahrgutdeklaration. Verladefenster im Hafen takten wir gegen den Berufsverkehr vor den Elbbrücken.
Wir prüfen vor jeder Fahrt die Tunnelkategorie der geladenen Güter. Kennzeichnungspflichtige Transporte, die den Elbtunnel nicht passieren dürfen, führen wir über die Elbbrücken oder großräumig um Hamburg herum – mit realistischer Fahrzeitkalkulation, damit Verlade- und Terminfenster trotzdem halten.
Ja, wir fahren Vor- und Nachläufe zu den ISPS-pflichtigen Containerterminals inklusive Voranmeldung und Interchange. An der ADR-IMDG-Schnittstelle gleichen wir Deklaration, Placards und Verpackung ab, damit der Container ohne Beanstandung angenommen beziehungsweise ausgeliefert wird.